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Der wahre Chef bin ich

20 Das neue Leben. Wenig Häuser, viel Natur und ganz andere Menschen Ich bin ja das, was ihr Menschen einen Stadthund nennt. Einer, der in Wohnungen aufwächst, in denen du als Hund nicht einfach mal rausgehen, rumschnüffeln, Pipi machen oder Duftmarken set- zen kannst. Als Stadthund bis du wie ein Gefängnis­ insasse, der von seinen menschlichen Wärtern hin und wieder rausgelassen wird, der nur in Begleitung auf Freigang darf und dann meist nur mit Leine, weil hinter jeder Mauerecke entweder ein anderer Hund lauert oder irgendein Verrückter, der Krach macht, oder ein Radfahrer, der dich nur sehen muss, um das Gesicht zu einer bösen Grimasse zu verziehen, und der ziemlich unsympathische Duftstoffe in die Luft entlässt. Radfahrer riechen nicht verlockend. Das könnt ihr mir glauben. Diese Mischung aus Schweiß und Aggression tut der Nase nicht gut und hebt auch nicht die Stimmung, wenn du schon mal rausdarfst. Und dann ist da noch das Theater mit den Ge- schäften. An den Baum pinkeln geht ja noch, aber größere Aktionen sind der pure Stress. Seit die Men- schen jetzt immer ihre schwarzen Plastiksäcke dabei- haben, wo sie die Überreste hektisch und mit wenig erfreutem Gesicht reinschaufeln, ist es irgendwie et- was entspannter. Als Stadthund bis du immer im Stress. Außer zu Hause, aber da hast du auch nicht viel zu tun.

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