Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Der wahre Chef bin ich

15 An diesem Tag war der Hund Nebensache. Ir- gendwann hat mein Zweibeiner nach mir gerufen: „Rambo, schön sitzen bleiben!“ Rambo haben sie mich wegen meiner Größe ge- tauft. Menschen nennen das Ironie. Egal. Das war die gesamte Anteilnahme. Bis mittags ­zumindest. Dann wurde es allmählich leer in der Wohnung, und ich durfte auch mal aus dem Ar- beitszimmer raus, rüber ins Wohnzimmer und in den ­kleinen Garten, wo ich ziemlich rasch an einen Strauch pinkelte. Komischerweise hat sich jetzt kei- ner darüber aufgeregt. Die Zweibeinerin hat leicht gezuckt. Aber er sagte zu ihr nur: „Lass mal. Ist doch egal. Wir sind ja eh gleich weg.“ Ich hab es mir dann auf der Terrasse bequem gemacht und über meine Freunde nachgedacht. Über Amanda vor allem, die ich vielleicht nie mehr sehen würde. Aber wir könnten sie ja mal besuchen. Die Frage war nur, wie weit weg wir sein würden. Fred, der Golden Retriever, war auch ein guter Freund. Ein Riesenkerl, mit dem ich aber oft gut spie- len und in den Büschen rumtollen konnte. Fred war noch ziemlich jung und verspielt und hatte viel Spaß, wenn ich unter seinem Bauch hin und her tollte. Den Kater des Nachbarn im rechten Haus würde ich nicht vermissen. Der Mistkerl hatte mich oft genug genervt. Einmal hatte ich ihn abends beim Pinkelausgang in unserem Garten erwischt, war ihm unter die Hecke nach und wollte ihn etwas kneifen. Er hat mir voll eine auf die Schnauze gegeben mit

Übersicht