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Der wahre Chef bin ich

12 standen im Wohnzimmer, hatten Flaschen in der Hand und redeten ziemlich durcheinander. Sie ro- chen gar nicht gut. Eine Mischung aus Schweiß, Bier, kaltem Zigarettenrauch und etwas alter Seife. Mit den vielen Leuten wurde es ziemlich eng in der Wohnung. Es waren ja meine beiden Zweibeiner auch noch da. Als kleiner Dackel musst du da auf der Hut sein. Vor allem weil solche Fremden nicht gewohnt sind, dass da unten noch was Kleines herumschleicht. Da treten sie dir schnell auf die Pfoten oder auf den Schwanz. Meine Zweibeinerin hat mich deshalb gleich im Arbeitszimmer deponiert und dort neben einem Futternapf mit den Gesundheitskeksen am Schreibtisch angeleint. Ich hab nicht kapiert, worüber sie im Wohnzim- mer mit den Fremden redeten. Aber es lag eine merk- würdige hektische Stimmung in der Luft. Eine Stim- mung, die nach Veränderung roch. Ich war unruhig. Einer der drei Männer stapfte dann ins Arbeits- zimmer und fing an, auf dem Tisch den Computer auseinanderzuschrauben. Ich lag unter dem Tisch und bin ganz an die Wand gerutscht. Der Typ war mir nicht geheuer, und er fühlte sich nicht wie ein Hundefreund an. Er hatte vorne eine Glatze und hin- ten ziemlich lange Haare. Die dicken Unterarme wa- ren bunt angemalt, und er hatte ziemlich viel Glitzer- zeug im Gesicht. Seine Füße rochen ranzig, als er vor mir stand und am Computer rumbastelte. Das sind so eher die Typen, dachte ich in dem Moment, die, wenn schon auf Hunde, dann auf Do-

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