Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Natur und Kulturführer Chiemsee

zungen für schnellwachsende Baum­ arten angelegt worden sind. Nach diesen Baumpflanzungen öffnet sich der Blick auf weite Streuwiesen, die zur Blütezeit der blaublühenden Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) Anfang Mai prächtige Bilder bieten. Nur eine einmalige Mahd im Spät- sommer oder Herbst führte zur Erhaltung dieses Juwels der Kulturlandschaft. Nach etwa 2 km erreichen sie die Ausflugs- Gastwirtschaft Hirschauer Bucht, die zum Einkehren einlädt. Eine Spezialität sind frische Chiemseefische, die vom örtlichen Berufsfischer geliefert werden und sehr empfohlen werden können. Nach einer Stärkung in der Ausflugs- Gastwirtschaft sollte man sich den Blick vom „Naturbeobachtungsturm Hirschau- er Bucht“, etwa 100 m vor der Gastwirt- schaft, am unmittelbaren Chiemseeufer nicht entgehen lassen. Der Beobach- tungsturm ist mit exzellenter Information zur Vogelwelt und Natur des Chiemsees ausgestattet. Die Hirschauer Bucht gehört zurKernzonedesNaturschutzgebietes.Sie darf weder betreten noch mit Booten be- fahren werden. Nur der Berufsfischer hat für einen kleinen Teil der Kernzone eine Befahrungserlaubnis. Nach dem Besuch des Vogelbeobach- tungsturms führt der Rückweg in östli- cherRichtungbiszumerstenWasserkanal. NachderBrückeüberdenKanalbiegensie rechts in den Weg ein, der jetzt in südöst- licher Richtung direkt nach Grabenstätt führt. In Abhängigkeit von der Jahreszeit und mit etwas Glück können sie bei un- serer Wanderung durch das Moos den Großen Brachvogel, den Kiebitz oder auch Vogelraritäten wie das höchst attraktive Blaukehlchen beobachten. Das riesige Schilffeld östlich des Wanderweges ge- hört zu den größten Landschilfflächen am Chiemsee. Eine Reihe schilfbewohnender Vogelarten haben hier ihren Lebensraum. Zu diesen Arten gehören der Teichrohr- sänger, der Drosselrohrsänger und die markant gezeichnete Rohrammer. Wenn man den Weg im Sommer in der Abend- dämmerung geht und viel Glück hat, kann man von hier den sehr seltenen Ruf des Wachtelkönigs hören. Mit seinem unver- kennbaren:„rep..rep..rep ..“ ist sein Ruf mit dem keines anderen Vogels zu verwech- seln. Die Art steht auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Vogelarten in Deutschland. Blaukehlchen (Luscinia svecica) Großer Brachvogel (Numenius arquata) 69 DIE TIROLER ACHEN – TOUR 1.1­

Pages