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Natur und Kulturführer Chiemsee

det werden. Diese Form der Grünlandnut- zung gewinnt derzeit deutschlandweit immer mehr an Bedeutung. Stellt sie doch eine ökologisch gute Möglichkeit dar, das Grünland der offenen Kulturlandschaft zu erhalten. Die Nutzung als Extensivweide gilt in Fachkreisen als nachhaltige, kreis- lauforientierte Form der Landnutzung. Moderne Extensivweiden sind mit her- kömmlichen Weiden nicht vergleichbar. Durch den Verzicht auf stickstoffhaltige Mineraldünger und Gülle, den geringen Besatz und die durch Fraß, Tritt und Dung entstehende hohe Strukturvielfalt kommt es – wie bereits einige Untersuchungen zeigen konnten – zu artenreichen Lebens- gemeinschaften. In den Hochmooren (bayrisch „Filze“) konnte sich die Pflan- zenwelt – sofern die Fläche nicht von der industriellen Torfgewinnung oder einer systematischen Entwässerung betroffen war – stellenweise in ihrer urtümlichsten Form erhalten. Die ehemals vom Torfab­ bau betroffenen Moorgebiete werden gegenwärtig großflächig renaturiert und damit für die typischen Moorpflanzen von Jahr zu Jahr attraktiver. Die Bedingungen für die Renaturierungen von Hochmoo- ren sind im Gebiet besonders günstig, da es während der Vegetationsperiode ausreichend regnet und die Temperatu- ren gemäßigt sind. Gute Beispiele für die „Rückkehr der Moore“ sind „Hacken- und Rottauer Filze“ bei Rottau/ Bernau und das „Kühwampenmoos“ bei Bernau. Blüte der Sibirischen Schwertlilie (Iris sibirica) Unverkennbare Sumpfpflanze: Fieberklee oder Bitterklee (Menyanthes trifoliata) 65 VI. PFLANZEN UND STANDORTE

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