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Natur und Kulturführer Chiemsee

Viehstall her. Die Aufrechterhaltung der notwendigen Mahd im Herbst wird heu- te durch staatliche Förderprogramme si- chergestellt. Unter den Pflanzenarten der Streuwiesen sind besonders Schilf, ver- schiedene Seggen- und Orchideenarten, Lungenenzian und die Sibirische Schwert- lilie zu nennen. Die intensiv ausgeübte Landwirtschaft hat die Streuwiesen stark zurückgedrängt. Neben ihrer Bedeutung als alte Kulturform der Grünlandnutzung sindStreuwiesenbotanischundornitholo- gisch besonders wertvoll. Besonders muss die„Sibirische Schwertlilie“, eine Pflanzen- kostbarkeit ersten Ranges, erwähnt wer- den. Sie kommt am Chiemsee besonders im Grabenstätter Moos, einem Teilgebiet des Naturschutzgebietes MÜNDUNG DER TIROLER ACHEN vor. Außerhalb dieses Ge- bietes findet man sie nur sehr vereinzelt in den verbliebenen Streuwiesenresten. Ar- tenreiche Pflanzenbestände kommen im Gebiet auch in ExtensivgenutztenWeideflä- chen vor. So zum Beispiel in den Lichtwei- deflächen des Naturschutzgebietes Mün- dung der Tiroler Achen, die auf der Basis alter Verträge von Überseer Landwirten mit Rindern und Pferden extensiv bewei- Blütenstand der Mehlprimel (Primula farinosa) Hohe Schlüsselblumen (Primula elatior) leuchten in der Frühlingssonne 64 VI. PFLANZEN UND STANDORTE

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