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Natur und Kulturführer Chiemsee

können auch Baumarten eine Rolle spie- len, die hier außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes angebaut werden. Die Waldtypen am und um den Chiemsee sind vielfältig: In den Mooren dominieren Wälder aus Schwarzerle, Waldkiefer oder Moorbirke, an den Gewässern edellaub- holzreiche Auenwälder mit Baumarten wie Bergahorn, Esche und Ulme. Neben nahezu fast reinen Fichtenforsten prägen auch Wälder mit Buchen, Bergahorn, Fich- te und Tanne die Waldbilder. Große natur- nah bewirtschaftete, zum Teil sogar der Natur überlassene Auwälder befinden sich in den Naturschutzgebieten „Mündung der Tiroler Achen“, als Moorwälder in den Hochmoor-Naturschutzgebieten, wie den Kendlmühlfilzen, in mehreren Naturwald- reservaten sowie im Landschaftsschutz- gebiet „Westerbuchberg“ (Übersee). Auf Grund ihrer Naturnähe wurden sogar schon einige Wälder in das europäische Schutzprogramm NATURA 2000 aufge- nommen. Die Wälder im Chiemgau sind auch, be- sonders auf Lichtungen und Waldrändern ein wichtiger Standort für viele andere Pflanzenarten, wie z. B. für die unüberseh- baren Buscharten Schwarzer Holunder, Hirschholunder, Gemeine Heckenkirsche, Pfaffenhütchen, Weissdorn und dem im zeitigen Frühjahr rosa blühenden Seidel- bast. Auch springen uns im Hochsommer die violett überlaufenen grün-violetten Blüten der giftigen Tollkirsche aus der Familie der Nachtschattengewächse ins Auge. Viel seltener dagegen können wir uns an einem Blütenstand des Türken- bunds erfreuen. Er gehört zu den seltenen Kostbarkeiten der heimischen Flora. Häu- figer begegnen wir dagegen im Frühjahr dem Großen Schneeglöckchen oder Früh- lingsknotenblume genannt, das an feuch- ten Standorten oft größere Blütenfelder bildet. Lichtweide im Naturschutzgebiet Mündung der Tiroler Achen Die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum) gehört zu den ersten Frühlingsboten 62 VI. PFLANZEN UND STANDORTE

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