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Natur und Kulturführer Chiemsee

und Aufforstungen werden zunehmend mit standortgerechten Baumarten, wie Tanne, Buche, Bergahorn, Esche und sel- tener Eiche durchgeführt. Auch die in der Vergangenheit heiß diskutierte Frage, ob die Verjüngung des Waldes durch zu hohe Wildbestände zu sehr in Frage gestellt ist, konnte durch eineVersachlichung der Dis- kussion und den entsprechenden Schlüs- sen aus so genannten „Verbissgutachten“ in eine positive Richtung gelenkt werden. Heute haben sich klare Regeln wie „Wald vor Wild“ fest etabliert. „Das Wild hat nur eine Chance, wenn es einen gesunden Wald vorfindet!“ – so sind sich die Forst- fachleute und der Waldbauernverein über­­ einstimmend einig. Dem Tannen-Aufkom- men und der Stärkung des Mischwaldes wird wieder mehr Beachtung geschenkt, was in vielen Wäldern bereits sichtbar ge- worden ist. Die Entscheidung eines Wald- besitzers für die eine oder andere Baum­ art hängt selbstverständlich von seinen Zielen ab. Neben dem grundlegenden Ziel, den Wald zu erhalten, besteht natür- lich auch das betriebliche Ziel, aus dem Wald ein möglichst sicheres Einkommen zu erwirtschaften. Dabei spielt auch der Gesichtspunkt eine zunehmende Rolle, dass infolge der Klimaänderung der Wald einem Wandel unterliegen kann. Ein neu begründeter Wald sollte daher so auf- gebaut werden, dass er gegenüber Stö- rungseinflüssen möglichst stabil ist. Dabei Prächtige Baumallee auf der Herreninsel Eine Komposition aus Herbstfarben: naturnahe Wälder am Langenbürgener See 61 VI. PFLANZEN UND STANDORTE

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