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Natur und Kulturführer Chiemsee

wider sowie den Zusammenhang mit der Gesundung des Sees nach der Installati- on der Chiemsee-Ringkanalisation. Be- sonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass im Chiemsee und den umliegenden Seen 10 verschiedene Arten von Arm- leuchteralgen und 14 von 24 in Mitteleu- ropa nachgewiesenen Laichkrautarten vorkommen. Von diesen Arten stehen 7 bei den Armleuchteralgen und 8 bei den Laichkräutern auf der „Roten Liste“ vom Aussterben bedrohter Pflanzen. Auch sind es die Wasserpflanzen, die den Chiemsee für die ziehenden und rastenden Wasser- vögel als Herbst- und Winterquartier so bedeutend machen. So lassen sich die winterlichen Wasservogelansammlungen auf dem Chiemsee dort ausmachen, wo die Flachwasserzonen mit den meisten Wasserpflanzen vorkommen. Dabei spielt der Seetiefenbereich bis 6 m eine ent- scheidende Rolle. Nur dieser Bereich ist für die meisten Wasservögel zu erreichen. Durch das Vertilgen der Wasserpflanzen tragen dieWasservögel in ganz bedeuten- dem Maße zur Selbstreinigung des Sees bei. Sie entziehen dem See organisches Material und Nährstoffe. Da der Chiemsee, ebenso wie die Seen der Eggstätt-Hem- hofer Seenplatte und der Seeoner Seen sowie die Alz über viele naturnahe Ufer- abschnitte verfügen, können sie auf den Touren an vielen Stellen eine Reihe von attraktiven Sumpfpflanzen aus nächster Nähe bewundern. Ob es die großen Fel- der der Gelben Teichrose am Greamandl Weiher an der Prienmündung, die gelben Blüten der Sumpfdotterblume an den Gräben und Bächen des Gebietes oder die prächtigen gelben Blütenstände der Sumpf-Schwertlilie an verschiedensten Stellen des Chiemseeufers sind – sie alle sind Ausdruck einer erfreulichen und gu- ten Gewässersituation. Unverkennbar leuchtend gelb: die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus) in den Südlichen Chiemseemooren 59 VI. PFLANZEN UND STANDORTE

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