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Natur und Kulturführer Chiemsee

konnte, was genau dazu geführt hat und wie eine Regeneration des Schilfes im notwendigen Umfang eingeleitet werden kann. Es ist anzunehmen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken: der Wellen- schlag der Linienschiffe, der das Schilf umknickt, der Verbiss durch Graugänse und Schwäne oder der Eintrag von Gülle aus der Landwirtschaft. Eine qualifizierte Untersuchung hierzu steht aber noch aus. Eine umfassende Aufnahme der Was- serpflanzen-Vegetationsgesellschaften wurde am Chiemsee 1985 von Wissen- schaftlern der TU München durchgeführt. Als Wasserpflanzen-Vegetation werden hier alle Wasserpflanzenbestände ein- schließlich Schilf- und Seggenbestände verstanden. In allen Uferbereichen des Chiemsees wurden Pflanzenaufnahmen gemacht. Die Artenzusammensetzung schwankt stark in Abhängigkeit von Nährstoffhaus- halt, Wassertemperatur, Sichttiefe oder Schwebstoffgehalt in Regenperioden. Ein- drucksvoll zeigten zum Beispiel die Bäche Mitterndorfer Bach und Lambach, dass sie Bereiche intensivster Landwirtschaft durchfließen. Ausgeprägte Grünalgenvor- kommen und das Fehlen anspruchsvoller Wasserpflanzen zeigten hohe Nährstoff- anreicherungen an. Das Vorkommen der Wasserpflanzen und deren Veränderun- gen über Jahre liefert dem Ökologen wert- volle Hinweise über den Zustand der Seen. So spiegelt das Vorkommen der Wasser- pflanzen auch die Wasserverschmutzung Erster Frühlingsbesuch Schilfufer bei Urfahrn in der Mühlner Bucht 58 VI. PFLANZEN UND STANDORTE

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