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Natur und Kulturführer Chiemsee

wie auch in den anderen tiefen, nährstoff- armen Seen des Alpen- und Voralpenge- bietes. Sie ging im Chiemsee stark zurück, was teilweise auf die Wasserverschmut- zung und die Zerstörung der Laichplätze im Unterlauf der Tiroler Achen zurückge- führt wird. Heute werden gelegentlich 2-3 Kilo schwere Exemplare gefangen. Trotz größter Bemühungen, diesen etwa 20 Jah- re alt werdenden Fisch wieder im Chiem- see heimisch zu machen, sind die Erfolge sehr bescheiden. Bachforelle Die einheimische Bachforelle kommt haupt­sächlichindenZuflüssendesChiem­- sees vor. Das Vorkommen eines überle- bensfähigen Bachforellenbestandes kann als Anzeiger für einen guten ökologischen Zustand eines Fliessgewässers angesehen werden. Regenbogenforelle Die nach 1882 aus Nordamerika einge- führte Regenbogenforelle hat im Chiem- see und seinen Zuflüssen nur eine geringe wirtschaftlicheBedeutung.Siewirdhaupt- sächlich in der Teichwirtschaft genutzt. Seesaibling Der Seesaibling wurde im Chiemsee 1993 eingesetzt. Er war im Chiemsee nie hei- misch. Wirtschaftlich hat er keine Bedeu- tung. Renken Nach Höfling, demVerfasser des Standard- werks über die Chiemseefischerei, sind im Chiemsee nur 2 der 4 für das Voralpenge- biet beschriebenen Renken heimisch. Es sind der Kilch und das Blaufellchen. Dazu kommen durch Besatz gebietsfremde Renken, wie die große Maräne (= Sand- fellchen) sowie russische und amerikani- sche Renkenarten. Berufsfischer Schaber (zitiert in M. Lohmann „Die Fische des Chiemsee‘s“) gibt Kilch, Blaufellchen und Gangfisch im Chiemsee an. Es würde den Rahmen dieser Chronik sprengen, wollte man ausführlich auf die Vermischung der verschiedenen Renkenarten eingehen. Dies interessiert wohl auch keinen Fisch- Seeforelle (Salmo trutta lacustris) 38 V. TIERWELT UND LEBENSRÄUME – SEE UND SEEUFER

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