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Natur und Kulturführer Chiemsee

vorkommenden Entenarten, die Krickente ist mit 35 bis 36 cm Länge kaum länger als eine Stadttaube. Sie kommt als seltener Brutvogel am Chiemsee vor. Ähnlich wie die auch nicht häufige, aber unverkennbar und schön gezeichnete Kolbenente. Sie ist etwa stockentengroß und zählt zu den Tauchenten. Sie kann bis zu 30 Sekunden unter Wasser bleiben. Das Männchen ist im Prachtkleid mit seiner fuchsroten Kopf- färbung und dem karminroten Schnabel leicht zu erkennen. Das Weibchen besitzt ein unscheinbares, bräunliches Gefieder. Die Fische und der Edelkrebs Da die Fische der Seen seit altersher inten- siv genutzt werden, ist die Zahl der je im Chiemsee und der Alz nachgewiesenen Arten bemerkenswert. 33 sind eindeu- tig nachgewiesen und für das frühere Vorkommen weiterer 15 Arten gibt es Hinweise. Von den 33 Fischarten werden heute eine Fischart, nämlich die Mairen- ke, in die Kategorie 1 (= vom Aussterben bedroht), 7 Fischarten in die Kategorie 2 (= stark gefährdet) und 5 Arten in die Kategorie 3 (= gefährdet) der Roten Liste vom Aussterben bedrohter Tiere aufge- führt. Es bleibt zu hoffen, dass die derzeit beobachtete Wasserverbesserung anhält und sich die gefährdeten Bestände erho- len können. Bei den Fischen im Chiemsee handelt es sich nicht mehr um eine na- türliche Fischfauna, sondern um eine von den Berufsfischer durch standortfremde Arten wie Zander, Seesaibling und Aal all- jährlich beeinflusste. Verschiebungen des natürlichen Artenspektrums sind dadurch entstanden. Gerade dem Aal wird von Ex- perten nachgesagt, dass er als Laichräuber bei bodennah lebenden Fischarten zur nicht unerheblichen Konkurrenz boden- ständiger Arten geworden ist. Genaue Untersuchungen hierzu stehen jedoch aus. Stichwortartig werden die einzelnen Arten genannt: Seeforelle Die Seeforelle, auch Chiemseelachs ge- nannt, ist seit jeher heimisch im Chiemsee Singschwäne (Cygnus cygnus) sind alljährliche Wintergäste am Chiemsee 37 V. TIERWELT UND LEBENSRÄUME – SEE UND SEEUFER

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