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Natur und Kulturführer Chiemsee

rerseits gibt es auch Wildtiere, die längst aus unseren Landschaften verschwunden waren, aber durch Wiedereinbürgerung wieder langsam heimisch werden. Dazu gehört der Biber, der seit kurzem wieder an der Prienmündung und anderen Stel- len am Chiemsee seine Burgen baut. Weil es den Rahmen des Führers sprengen wür- de, werden nachfolgend nur ausgewählte Arten aus der Klasse der Vögel und der Fi- sche angesprochen. Wat- undWasservögel Als halbdomestizierter Vogel ist der Hö- ckerschwan auch am Chiemsee und den benachbarten Seen als Brutvogel mit etwa 200 - 350 Exemplaren weit verbrei- tet. Durch die stark ausgeprägte Territori- alität der Schwäne während der Brutzeit sowie durch Verluste in strengen Winter- halbjahren blieb ihr Bestand seit Jahren auf der gleichen Bestandshöhe. Der Sing- schwan ist etwas kleiner als der Höcker- schwan und hat einen graderen, weniger geschwungenen Hals. Als regelmäßiger Wintergast kommt er, ähnlich wie Stern- taucher und Prachttaucher alljährlich aus dem hohen Norden. Singschwäne sind Brutvögel der osteuropäischen und sibirischen Taiga, die den Winter an mit- teleuropäischen Meeresküsten und an großen Binnenseen verbringen. Sie keh- ren ab März in ihre Brutgebiete zurück. Im Gegensatz zum Höckerschwan sind Singschwäne sehr ruffreudige Vögel mit einem umfangreichen Stimmrepertoire. Charakteristisch für ihren Ruf ist ein tiefer, nasaler Posaunenklang. Beim Rufen ist der Hals gewöhnlich lang gestreckt und der Kopf angehoben. Aus der grossen Vielfalt der am Chiemsee vorkommenden Entenvögel seien hier nur zwei Arten angesprochen: die Krickente und die Kolbenente. Die kleinste unter den Die schön gefärbte Krickente (Anas crecca) gehört zu den selteneren Enten Ein seltener Heimkehrer am Chiemsee – der Europäische Biber (Castor fiber) Eine Schwanenfamilie mit 7 Jungen ist nur sehr selten zu beobachten 36 V. TIERWELT UND LEBENSRÄUME – SEE UND SEEUFER

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