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Chiemseejazz

8 auch arbeiten, oder?“ Sagt sie: „So ein Schmarrn, wer abends vögelt, kann morgens auch nicht fliegen, oder?“ Der Primelmeier war da auch im Lokal, wegen der Heizung, glaub ich. Der hat sich krummgelacht und dann zur Nellie gesagt: „Stört‘s dich, wenn ich rauch?“ „Bei dir tät mich nicht mal stören, wenn du brennst“, sagt die Nellie. „Lass ihn“, sagt der Stocker, „der Primelmeier ist schon ge- straft genug, der ist Legastheniker“. „Kenn ich“, meint die Nellie, „der verträgt nix Süßes, der arme Hund.“ Die hat‘s drauf, hat sich der Stocker gedacht, und seit dem Tag ist die Nellie ein Teil der „Endstation“. Muss im September letztes Jahr gewesen sein. Hinten, am alten Holztisch neben der Theke, da hat er mir dann ein paar Tage später seine Ge- schichten erzählt. Von der durchgeknallten galizischen Motor- radgang, den „Los Muertes“, die ihn da unten in Südspanien beinahe alle gemacht hätte. Und wie er dann von ein paar reinrassigen Irren von der Manchester–Mafia rausgehauen wurde. Dafür hat er den Jungs später in Bernau am Chiemsee einen Gefallen tun müssen und ist so nebenbei zum „freiwil- ligen“ Mitarbeiter vom bayrischen LKA aufgestiegen. Ehren- amtlich, natürlich. Aber erst einmal alles auf Anfang: Der Stocker hat sich ja schon immer als Frauenversteher gese- hen. Das haben auch alle verstanden, außer den Frauen viel- leicht. Er war ständig auf der Suche nach DER FRAU. Ich erinnere mich, dass er in seiner Rosenheimer Zeit sogar mal kurz Ballettunterricht genommen hatte. Lange her, da war er

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