Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Chiemseejazz

16 Der John sagt zum Benito: „Der da, der Stocker, das ist ein Koch, sowas hast du hier noch nicht gehabt. Seine Spezialität ist Paella.“ Dabei haut er dem Stocker auf die Schulter, genau dahin, wo es eh schon wehgetan hat und schiebt ihn zum Benito. „Ge mal ane dein Tische, John, une du, Kollega Stockel, kommste glei mitte in Küch.“ In der Küche sind drei Köche und ein Salatputzer oder sowas, und ein anderer, rabenschwarz, der ist am Spülen. Heiß ist es da, in den großen Töpfen sprudelt und köchelt es, und dem Stocker wird klar, jetzt gehts um einiges hier. Der Benito sagt irgendwas in einem rasend schnellen Küsten- spanisch. Ungefähr so, wie Moses das Rote Meer geteilt hat, so geht jetzt eine Schneise auf, und der Stocker merkt, dass ihn alle anschauen. „Dasse eine Deutsch makt ein Paella, ist neu füre mich. Make du, ik wille gucken.“ Der Benito macht eine ausladende, alle Töpfe und Pfannen umfassende Armbewegung und sagt: „I geh un hol ein gut Wein, du fang an hier.“ Dem Stocker ist heiß, das kommt aber nicht von der Küche und der Hitze hier drin. Sondern er sieht sich im Mondschein, auf dem Rücken eines kräftigen Spaniers. Und vorneweg geht der Benito mit einer Laterne hoch über dem Kopf und sagt: „Isse nigt mer weit. Gute Zisterne, bisse nigt alleine da drin.“ Und lacht, der alte Dattelklauer. Paella „Stocker“ für circa 10 Personen: 1Kilo gemischtes Fleisch (Rippchen/kleingehackt und ein Huhn/in 10 Teilen), 1 Kilo Paellareis, Bombaqualität (zur Not tuts auch ein guter

Pages