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Chiemseejazz

14 irre viel Land gehört und die Immobilienfirma im Ort. Die an der Hauptstraße“, sagt der Stocker, „Benito heißt der, kennst du den?“ „Klar, dem gehört doch auch das Ristorante am Dorfplatz. Ist sein Hobby. Da kocht er ab und zu selber. Nur so zum Spaß. Was willst du von dem?“ John trinkt seinen Kaffee aus. „Den Benito, den nennen sie hier Don Benito“, sagt er, „der hat neben seiner Baufirma noch so einiges am Laufen. Und wenn du mit dem Stress hast, dann landest du in irgendeiner Zisterne.“ Der John steht auf. „Aber ich mach dir was klar. Koch doch was für ihn. Am liebs- ten mag er Paella. Wenn die nicht schmeckt: ab in die Zister- ne. Andere Länder, andere Sitten, mein Alter.“ Natürlich hat der John den Benito besser gekannt als er dem Stocker erzählt hat. Die haben wohl die eine oder andere seri- öse Kleinbetrügerei zusammen durchgezogen. Auf jeden Fall ruft der John den Benito an und sagt, mach mir doch unseren Tisch für 10 Leute klar am Freitag, sagen wir so um neun. Und, sagt der John, du glaubst es nicht, ich hab da einen neu- en Kumpel. Der kocht, da wirst du katholisch. War der Benito sowieso, aber eben auch neugierig. Außerdem muss man zugeben, das ist ja schon mal was, wenn einer mit zehn Gästen kommt und bringt den eigenen Koch mit. Und zahlt dafür. Aber der Benito hat in seinem Holperenglisch zum John gesagt: „Weisse du, was ik mak, wen dere Mann nur makte Dreck in mei Küch, un Essen nix smeckt?“ „Ja“, hat der John gesagt, „Zisterne, wir kennen uns doch.“ Dann haben sie beide gelacht. „Bisse Freidag!“

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