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Chiemseejazz

12 Das Essen hat ihnen geschmeckt, den alten Engländern. Weil jeder, der mal in England war, der weiß, dass Köche da nicht ausgebildet, sondern dahin strafversetzt werden. Sogar Johns Frau (Trish, jetzt fällts mir wieder ein), also die Ex-Miss Brigh- ton oder so, sogar die hat ihren Teller leergefegt. Und perma- nent ihre Möpse rausgestreckt, wie sich das für eine Ex-Miss eben so gehört. Die Rosi vom Stocker war sauer. Hat auch dauernd ihren Busen rumgeschwenkt, und der Stocker hätt beim besten Willen nicht gewusst, wem von den beiden stu- tenbissigen Zicken er den ersten Preis hätte geben sollen. Dann haben alle am Kamin noch eine geraucht, und da fragt der John, warum der Hirni denn ein Schizophrener ist. „Weil“, sagt der Stocker „weil in dem Hund verschiedene Per- sönlichkeiten wohnen, so drei oder vier. Und du weißt nie so genau, wer von denen grad Zuhause ist“. Der John guckt verständnislos durch den Rauch. „Also, wenn der Hirni ein Mensch wär“, sagt der Stocker „dann bräucht der mindestens zwei Lohnsteuerkarten, besser drei, verstehst?“ Hat er nicht verstanden, weil die in England keine Lohnsteuerkarten haben. „Aber mein Churchill“, meint der John, „der ist sehr tech- nikinteressiert. Er hatte sogar mal einige Zeit was mit einem japanischen Staubsauger.“ Schüttelt traurig seinen englischen Kopf. „Der ist aber dann kaputtgegangen. Und das hat der Churchill nie so recht verwunden.“ Dann schaut der John um die Ecke vom Küchentresen, wo der Churchill immer noch den Abfalleimer rammelt. Mit nach oben verdrehten Augen. Und keucht. „Bei dir gefällt‘s ihm aber“, sagt der John. Zwei Tage später, muss so um sechs in der Früh gewesen sein, da macht der Stocker die Augen auf… und sieht den John ans

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